Standort: Greymouth/ New Zealand
Hallo Freunde,
Ich melde mich mal wieder, mittlerweile aus Greymouth (s.
untere Karte rechts). In den letzten Tagen haben wir ordentlich Strecke hinter uns
gebracht und sind durch die southern alps gefahren, durch den Fjordland
Nationalpark und haben die Abgeschiedenheit genossen, denn die meiste Zeit auf
der Strecke gab es keinen Empfang oder Netz.
Unser Motto im Moment ist #lebenamlimit, denn mittlerweile
können wir genau sagen, wie viel Gramm die einzelnen Konservendosen enthalten
und wie viele Portionen wir damit hinbekommen. Das Sortiment von drei
verschiedenen Supermarkt Ketten kennen wir auch fast auswendig und können so
sehr gut planen, was wir wo einkaufen um dann dort mit unseren Club Deal
Mitgliedskarten die bestmöglichen Angebote rauszuholen. Und auch das Problem,
wenn die Gaskartusche für unseren Gaskocher leer ist, können wir gut
überbrücken. Letztens gab es dann (fast) frische Pommes… aus dem Mülleimer…, die
eine Familie gerade weggeschmissen hatte, weil es wohl zu viel war. In unseren
Augen natürlich nicht verständlich, wie man so gutes Essen wegschmeißen kann,
wo es sonst hauptsächlich Dosenfutter gibt :D
Und wenn man dann noch zwei original verschlossene Konserven
Dosenspaghetti findet, dann ist das quasi ein Feiertag. Aber keine Sorge, sonst
geht es uns gut und wir kaufen auch mal Tiefkühlgemüse und kochen dazu Reis,
also ein Nährstoffmangel ist noch weit entfernt.
Und eine richtige Küche vermisste man auch nur selten, denn wenn man abends mit seinem Gaskocher, etwas fröstelnd aber mit Meerblick, an der Küste steht und leckere 79c Spaghetti kocht (natürlich mit Sauce aus der Dose) lässt es sich doch ganz gut aushalten!
Ansonsten trifft unser #lebenamlimit Motto auch so sehr gut
zu, denn am 08.12 sind Mia und ich im wahrsten Sinne des Wortes ,,aus allen
Wolken gefallen‘‘. Schon eine Idee was wir gemacht haben?
Ob ihr es jetzt glaubt oder nicht, ja, wir haben einen
Fallschirmsprung gemacht!
Über den schneebedeckten Bergen, bei bestem Sonnenschein und
mit Aussicht auf einen tiefblauen See sind wir aus dem Flugzeug gesprungen und
sind 45 Sekunden im freien Fall mit 200kmh gefallen, bzw. eher geflogen, denn
das Fallen hat man kaum gespürt. Das war richtig richtig toll!
Als mein Fallschirm Coach Ollie, mit dem ich zusammen
gesprungen bin dann gefragt hat, wie es mir gefallen hat und wie es mir geht
war meine Antwort nur ,,I’m much happy‘‘ haha, ich war noch vollkommen durch
den Wind und mein Englisch in dem Moment auch. Ollie meinte daraufhin nur ,,No worries, just
as good as my german skills‘‘.
Fun Fact: So ein Fallschirmsprung Coach muss in Neuseeland während der Ausbildung mindestens 750 Fallschirmsprünge gemacht haben, um als Coach zu arbeiten. Das heißt, damit er dann als Tandem Sprungpartner mit Leuten wie mir aus dem Flugzeug springen darf. Olli hat mehr als 9.000 Sprünge in seinem Leben bisher gemacht... jeden Tag springen diese Coaches etwa 15 Mal aus einem Flugzeug!
Verrückter Job oder?
Olli und ich nach unserem erfolgreichen Sprung :) |
Die Tage vorher waren wir am Milford Sound im Nationalpark,
wo wir bei ziemlich dichtem Nebel und ordentlich Regen doch noch Delfine und
Seerobben gesehen haben! Mit einem Boot sind wir durch den Fjord gefahren und
selbst die Bootscrew meinte, dass das die ersten Delfine sind, die sie diese
Saison sehen. Und es war echt beeindruckend und toll die Delfin Gruppe
freilebend zu sehen und nicht in Gehegen oder in einem künstlich angelegten Park!
Die Wasserfälle links und rechts muss ich wohl nicht mehr
erwähnen um deutlich zu machen, dass es beeindruckend dort war oder?
Und während ich aus Deutschland höre, dass ihr Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken geht oder die letzten
Weihnachtsgeschenke besorgt, frage ich mich hier welchen Monat wir eigentlich
haben, während ich bei 25 Grad und Sonne ein Eis esse. Weihnachtsstimmung
gleich Null.
Aber gut, vielleicht kommt das ja noch, wenn wir in
Christchurch den Weihnachtsmann in Shorts und mit Surfboard sehen, haha!
In diesem Sinne erst mal liebe Grüße und trinkt einen
Glühwein für mich mit oder esst ein Plätzchen mehr :P
Paula
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